Fastenzeit…

Wie (fast) jedes Jahr um diese Zeit begab ich mich eine knappe Woche in Klausur zum Fasten, Schweigen und Meditieren. Ein Gedanke von vielen: was bedeutet denn Fasten, umgelegt auf Führungskräfte in Organisationen? Es könnte z. B. bedeuten:


1. Gewohnheiten und Rituale überdenken oder neu einführen – muss jeden Dienstag um 15 Uhr ein Jour fixe stattfinden? Was würde Schlimmes passieren?


2. Den eigenen Tagesablauf kritisch und distanziert durchforsten: welche Tätigkeiten tragen wirk-lich etwas zur Wertschöpfung bei (bezogen auf meine Organisation, aber auch bezogen auf mein persönliches Umfeld und auf mich selbst!)


3. Hemmende Glaubenssätze aufspüren und hinterfragen. Gedanken wie z.B. "Das muss ich machen, weil es zu meinen Aufgaben gehört…", "Wenn ich dort nicht erscheine, erfahre ich unter Umständen etwas Wichtiges nicht…" oder "Wenn ich jetzt Nein sage, ist er bestimmt sauer auf mich…" sind es wert, kritisch hinterfragt zu werden.


Die wichtigste Frage: worauf kann ich verzichten – ohne etwas zu verlieren bzw. um etwas anderes/wertvolleres zu gewinnen???    

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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