Die Angst vor Fehlern

In der Führungsarbeit stellt sich oft die Frage, ob ich als Führungskraft eher ressourcen- oder eher defizitorientiert bin. Was bewerte ich als Führungskraft höher: gute Leistung oder Fehler, die gemacht werden? Natürlich sind wir alle in einer Kultur der Fehlervermeidung aufgewachsen (Beispiel Schule) – und natürlich wollen wir Fehler vermeiden bzw. die Fehlerquote zu Gunsten von Qualität so weit wie möglich nach unten schrauben. Wenn aber die Angst vor Fehlern so groß ist, dass sie Dienst nach Vorschrift provoziert und neue Entwicklungen im Keim erstickt, muss ich mir als Führungskraft die Frage stellen, was mein Beitrag dazu ist. Habe ich es vielleicht unterlassen, gute Arbeit zu bestätigen (nach dem Motto: "Nichts gesagt ist genug gelobt.")? Oder erziehe ich Erfolgs-Sucher um zu Misserfolgs-Vermeidern?


So hat ein großer Automobilkonzern in seinem Leitbild stehen: "Jeder Mitarbeiter darf Fehler machen, doch nach Möglichkeit den selben Fehler nur einmal". Eine klare Aussage, Fehler als Lern- und Entwicklungspotential zu nützen…

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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