Konflikte und Glaubenssätze in Organisationen

Ein Bereichsleiter erzählt mir im Coaching von immer wiederkehrenden Konflikten, die er mit einem anderen Bereichsleiter hat. Nach seiner Beschreibung geht es um "Revierverletzungen" und "unfaire Ausweitungsversuche der eigenen Einfluss-Sphäre".

Auf meine Frage, wie üblicherweise im Unternehmen mit Konflikten umgegangen wird, kommen Antworten wie: "Wenn ich einen Konflikt zugebe, mache ich mich verletzbar." "Arbeit und Gefühle müssen getrennt werden." "Eine gute Führungskraft hat keine Konflikte."

Das macht es für ihn nicht einfach: kommt es zu Konflikten, wo Konflikte tabuisiert sind, bleibt für den einzelnen nur die Möglichkeit, den Konflikt zu leugnen, will er nicht als "Troublemaker" dastehen.

Nachdem wir diese Glaubenssätze bearbeitet haben, widmen wir uns den Möglichkeiten, mit diesem Konflikt umzugehen. Einerseits geht es um die Aufhellung des Konflikthintergrundes, andererseits um die Vorbereitung des Klärungsgespräches. Dabei wird es hilfreich sein, nicht gegen die Bedürfnisse des anderen zu argumentieren, sondern für die eigenen Bedürfnisse einzutreten. 

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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