Positiv denken

In einem Coaching-Gespräch sagte mein Kunde: "Positiv denken ist sehr schwierig." Ich gab ihm recht, schließlich ging es darum, dass er einen neuen Chef hatte, mit dem er keine konstruktive Gesprächsbasis finden konnte. An der Situation konnte er nichts Positives entdecken. Gar nichts? "Naja, vielleicht, dass ich ohne diese Situation keine Lernchance hätte, nicht zu Ihnen kommen würde und im selben Saft weiter schmoren könnte."

Was bedeutet denn positives Denken überhaupt? Wir können es definieren als die Beeinflussung des (Unter-) Bewusstseins durch Autosuggestion. Allerdings greift es in der Regel zu kurz, sich nur einzureden, dass eine als schwierig erlebte Situation auch positive Seiten hat. Natürlich ist es nützlich, das "Gute am Schlechten" zu entdecken und damit die Situation positiv umzudeuten. Doch mindestens so wichtig ist es, die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten zu fördern. Sobald ich erkenne, dass ich alles in mir habe, was ich zur Lösung brauche, muss ich mir nichts mehr  einreden.

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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