Im Job unterfordert

Glaubt man einer Umfrage der Online-Jobbörse karriere.at, so ist ein Drittel der österreichischen Arbeitnehmer im Beruf unterfordert. Fast ebenso viele werden von ihren Aufgaben extrem in Beschlag genommen und leiden unter Stress. Für den Rest hält es sich in etwa die Waage.

Was sagt uns das? Der Begriff "Boreout" (als Gegenteil von Burnout) wird ja – wenn überhaupt – nur hinter vorgehaltener Hand erwähnt. Wer mag schon eingestehen, dass ihm im Job langweilig ist oder er sich unterfordert fühlt, wo es doch schicker ist, im Burnout zu sein. Wie Gunther Schmidt so schön sagt: "Den Burnie muss man sich erst einmal verdienen."

Doch Spaß beiseite. Aus meiner Sicht hat deses Phänomen in erster Linie mit Führung zu tun. Wenn Führungskräfte nicht willens oder nicht in der Lage sind, das Arbeitspensum und etwaige daraus resultierende Über- oder Unterforderungen ihrer Mitarbeiter zu erkennen und dem gegen zu steuern, wird sich wenig daran ändern. Abgesehen von steigendem Frust, Fluktuation, Krankheiten etc. 

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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