Per Du oder per Sie?

Das ist eine Frage, die interessanter Weise oft junge Führungskräfte beschäftigt. Gerade wenn es die bisherigen Kolleginnen und Kollegen zu führen gilt, resultiert aus dem DU die Befürchtung, dass dadurch der nötige Respekt nicht gewährleistet ist. Am anderen Ende der Fahnenstange versuchen junge Führungskräfte auch die „Verbrüderungs-Strategie“, um potentielle Gegner zu Verbündeten zu machen.

Tja, liebe (junge) Führungskräfte: seht das bitte nicht so eng. Ein einmal angebotenes DU kann kaum rückgängig gemacht werden (falls doch, kommt das einer Kriegserklärung gleich). Ob Du oder Sie, ist letztlich weniger entscheidend als die natürliche Autorität, die Führungskräfte aufgrund ihrer Funktion, aber vor allem durch ihre Persönlichkeit ausstrahlen (sollten).

Eine aktuelle Studie von karriere.at, Österreichs größter Jobbörse, zeigt, dass bereits in sechs von zehn österreichischen Unternehmen generell nicht mehr gesiezt wird. Und dieser Anteil wird künftig mit Sicherheit noch steigen! Es hilft also nichts, sich hinter dem distanzierteren Sie zu verschanzen: um als Führungskraft respektiert zu werden, zählen andere Faktoren – ein interessantes Coaching-Thema!

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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