Ärgern Sie sich nicht – seien Sie dankbar!

Neulich philosophierte ich mit einem Freund über das Thema Straßenverkehr. Wir sprachen über AutofahrerInnen, die telefonierend über Zebrastreifen fahren (trotz sich darauf befindlichen Fußgängern), die keinen Blinker kennen, standardmäßig nach dem Gelbblinken in Kreuzungen einfahren und für die ein Kreisverkehr ein ewiges Mysterium zu sein scheint. Dann kamen wir zu RadfahrerInnen, für die es keine Ampeln gibt, schon gar keine Fahrradbeleuchtung und die jeden Gehsteig selbstverständlich beschlagnahmen. Die nächsten waren die LKW-Fahrer, die – vorzugsweise bei Steigungen – andere LKW's mit Tempo 75 überholen, die prinzipiell erst dann zum Überholen ansetzen, wenn ein anderes Fahrzeug schon fast auf gleicher Höhe ist und die selbst sofort den Stinkefinger zeigen und wild herumblinken, wenn es jemand wagt, sich knapp vor ihnen einzureihen. Usw. usw. usw.


Dabei kam uns der Gedanke, dass wir solchen VerkehrsteilnehmerInnen in Wahrheit dankbar sein müssen, geben sie uns doch die Möglichkeit, uns selbst zu reflektiern, wie es mit unserem eigenen Aggressionspotential aussieht, wie wir mit solchen Ärgernissen umgehen und wie viel Energie wir dafür sinnlos verpulvern! Und wie geht es Ihnen damit??

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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