Entschleunigen!

Gerade gegen Jahresende taucht in schöner Regelmäßigkeit in Coachings das Thema der Be- und Entschleunigung auf.

Viele Menschen – und es werden aus meiner Beobachtung immer mehr – sind nicht mehr bereit, sich dem Tempo-Diktat zu beugen. Sie spüren, dass ihnen das nicht gut tut. Auch wenn uns weisgemacht wird, dass alles immer schneller wird (in der Arbeit, beim Sport, in der Wirtschaft…) – unser innerer Wesenskern braucht mehr Zeit. Paradoxerweise scheint er sich umso schneller zu entwickeln, je langsamer wir unterwegs sind. Klar schaffen wir mit höherem Tempo mehr Quantität – aber die Qualität bleibt oft auf der Strecke.

Je höher das Tempo, desto stärker spüren wir die Verschleißerscheinungen – so wie in der Wirtschaft, wo durch immer schnellere Produktentwicklungen die Lebensdauer der Produkte verkürzt wird.

Spüren auch Sie manchmal, dass Sie zu schnell unterwegs sind? Dann kennen Sie  vielleicht das Gefühl, ständig hinterher zu hecheln, kaum im Hier und Jetzt zu sein und für die wichtigen und nährenden Beziehungen im Leben – und auch für sich selbst – zu wenig Zeit zu haben.

Die Entschleunigung bewirkt, sich selbst und den „inneren Tacho“ wieder wahrnehmen zu können. Eine kleine Übung dazu könnte es z. B. sein, einen vertrauten Weg einmal bewusst ganz langsam zu gehen und alles entlang des Weges im Detail wahrzunehmen. Was macht das mit Ihnen? Sind Sie ungeduldig? Sehen Sie, die Beschleunigung hat Sie im Griff.

Das wäre doch ein schönes Vorhaben (und nicht nur ein Neujahrsvorsatz), Tempo rauszunehmen.

Der Coach Ihres Vertrauens unterstützt Sie gerne dabei.

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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