Ärger und gewaltfreie Kommunikation

In Coachings taucht oft die Frage auf: wie soll ich mit meinem Ärger umgehen?


Marshall B. Rosenberg ("Gewaltfreie Kommunikation") empfiehlt z. B., den Auslöser von der Ursache zu unterscheiden. Wir sind niemals wütend, weil jemand anders etwas getan oder gesagt hat – das ist der Auslöser für unseren Ärger. Die Ursache des Ärgers liegt vielmehr in unserem Denken, in unseren Gedankenmustern von Schuld und Verurteilung.


Wir haben vier Reaktionsmöglichkeiten auf negative Äußerungen: 1. Wir geben uns selbst die Schuld. Wenn uns beispielsweise jemand beschuldigt,dass wir egoistisch sind, dann nehmen wir die Schuld auf uns und akzeptieren das Urteil des anderen. 2. Wir geben anderen die Schuld. In dem Fall werden wir den Vorwurf sofort zurück geben: "Du hast kein Recht, so etwas zu sagen. Wenn hier jemand egoistisch ist, dann du." 3. Wir nehmen unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahr: "Wenn ich dich sagen höre, dass ich egoistisch bin, dann fühle ich mich verletzt, weil ich gerne möchte, dass meine Bemühungen anerkannt werden, das zu berücksichtigen, was dir wichtig ist." 4. Wir nehemn die Gefühle und Bedürfnisse der anderen wahr: " Bist du verletzt, weil du mehr Interesse für dein Anliegen brauchst?"


Urteile über andere sind entfremdete Äußerungen unserer eigenen unerfüllten Bedürfnisse. Wenn wir unsere Bedürfnisse aussprechen, dann steigt unsere Chance, dass sie erfüllt werden. Wenn wir die Bedürfnisse und Gefühle des anderen hören, dann erkennen wir die Menschlichkeit, die wir gemeinsam haben.


Eine Übersicht über das Modell der Gewaltfreien Kommunikation finden Sie hier: http://www.freudenthaler.com/sites/default/files/Die_Gewaltfreie_Kommunikation.pdf

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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