Sieben Manöver zum Teamerfolg

Ein Coaching-Kunde stellt gerade ein Team für ein spezielles Projekt zusammen. Nachdem es u. a. um die Organisation von Sport-Events geht, diskutieren wir als Orientierungshilfe die „7 Manöver zum Teamerfolg“. Dabei wurde wissenschaftlich untersucht, wie es im Jahr 2003 dem Schweizer Segelteam Alinghi gelang, den Sieg im America’s Cup (dem bedeutendsten Segelrennen der Welt) zu erringen. Dabei waren die Ausgangsvoraussetzungen denkbar schlecht: als Binnenland gibt es keine Seefahrer-Tradition, das Budget war deutlich niedriger als das der Mitbewerber und es gab auch keine bekannten Namen im Team. Zudem hatte seit über 150 Jahren kein europäisches Team mehr gewonnen.

Die Studie der Universität St. Gallen ergab als Erfolgsgrundlage die folgenden sieben Prinzipien:

1.     Keine Kompromisse bei der Personalauswahl – nur der Beste auf dem jeweiligen Posten wurde genommen, außerdem hatte das bestehende Team ein Mitspracherecht.

2.     Selbstverantwortung: nach der Einarbeitungszeit hatte jeder die Freiheit, seinen Job so zu tun, wie er ihn für richtig hielt – auch in Krisenzeiten!

3.     Produktiver Wettbewerb im Team: während der Vorbereitung wurden ständig die Leistungen untereinander verglichen.

4.     Probleme lösen statt zu jammern: selbst beim Mastbruch 24 Stunden vor dem Halbfinale suchte keiner nach Schuldigen, sondern alle konzentrierten sich darauf, am nächsten Tag wieder startklar zu sein (was viele Außenstehende für unmöglich gehalten hatten).

5.     Vorbild sein: die Teamleitung vertraute gänzlich auf die Wirkung der eigenen Taten und verzichtete auf durchgestylte „Motivationsreden“.

6.     Natürliche Teambildung: es gab keine Teamevents oder Teamseminare, sondern genug Zeit und Raum, um sich untereinander kennen zu lernen.

7.     Interne Kommunikation: es gab ein festes Feedback-Ritual, an dem alle teilnahmen und wo das „Gebot des offenen Wortes“ galt.    

Für meinen Kunden gab es einige wesentliche Erkenntnisse, worauf es bei der Teambesetzung und in der Startphase zu achten gilt!

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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