Die Führungskraft als Coach??

Eine Frage, die in der Fachwelt heiß diskutiert wird: kann ich als Führungskraft Coach sein für meine eigenen MitarbeiterInnen? In den USA, dem Ursprungsland von Coaching, gibt es die Sichtweise, dass eine Führungskraft Coach seiner MitarbeiterInnen ist. Dies entspricht ja letztlich auch dem Begriff "Coach" im Sport. Die europäische Sichtweise ist etwas differenzierter. Als Führungskraft habe ich automatisch auch die Funktion des Personalentwicklers mit übernommen. Dabei geht es um zielorientierte Entwicklung der MitarbeiterInnen, um "Hilfe zur Selbsthilfe" (anders etwa als in der Funktion des Fach-Beraters, wo ich als Experte mehr Input gebe).


Allerdings habe ich als Führungskraft bei den Themen, die meine MitarbeiterInnen betreffen, in der Regel auch eigene Interessen zu wahren und zu verfolgen. Von daher kann ich als Führungskraft gar nicht der neutrale Außenstehennde sein, der ein professioneller Coach ist. Es spricht aber nichts dagegn, mit bestimmten Coaching-Tools die Kommunikation mit den MitarbeiterInnen zu verfeinern, gerade wenn es z. B. um lösungsorientierte Gesprächsführung und um Hilfe zur Selbsthilfe geht! 

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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