Plädoyer für StellvertreterInnen

Viele Führungskräfte kennen sie – die oft zitierte Einsamkeit von Führungskräften. Mit wem soll man auch reden über berufliche Themen, die einen beschäftigen? Mit den eigenen MitarbeiterInnen wohl kaum, das würde womöglich als Schwäche ausgelegt, außerdem gibt es Themen, die tabu sind. Mit der eigenen Chefin oder dem eigenen Chef? Auch nur bedingt, schließlich soll die oder der doch nicht alles wissen, was einen so beschäftigt. KollegInnen auf derselben Ebene? Keine gute Idee, bei dem in vielen Organisationen vorherrschenden Konkurrenzkampf.


Wer bleibt also übrig? Die/der StellvertreterIn! Ok, in nicht wenigen Organisationen gilt diese Funktion als antiquiert und wurde daher eingeschränkt oder sogar abgeschafft. Und wo es StellvertreterInnen gibt, sind sie oft darauf reduziert, Urlaubsscheine abzuzeichnen, wenn die Führungskraft nicht im Haus ist.


Doch das muss nicht sein! StellvertreterInnen sollen ja – wie der Name sagt – in der Lage sein, die Führungskraft zu vertreten. Dazu müssen sie allerdings auch in die Führungsarbeit mit einbezogen werden! Führungskräfte haben so die Möglichkeit, Situationen nicht alleine reflektieren zu müssen, eine zweite Meinung zu hören und mehr Sicherheit bei Entscheidungen zu erlangen – um nur einige Vorteile zu nennen.


Sie haben keine/n StellvertreterIn? Wer sagt denn, dass dies eine offizielle Funktion sein muss? Überlegen Sie, wer als Vertrauensperson in Frage käme und wie Sie das strategisch am besten angehen könnten – der Coach Ihres Vertrauens unterstützt Sie gerne dabei!  

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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