Der Wert von Dankbarkeit

Die Positive Psychologie bietet eine Reihe von (gut erforschten) Möglichkeiten, wie man im Alltag mehr Glück und Wohlbefinden erreichen kann.

Dazu gehört u. a. die Kunst des Genießens („Savouring“).

Bryant und Veroff (2006) beschreiben verschiedene Arten des Genießens. Eine davon ist die Dankbarkeit.

Die Autoren zeigen, dass dadurch die positive Erfahrung und die damit entstandene positive Emotion verlängert, vertieft und bewusster wahrgenommen werden kann.

Das unterstützt beim Aufbau persönlicher Resilienz und fördert das psychische Wohlbefinden.

Eine einfache Übung zur Dankbarkeit

Robert Emmons (2008) beschreibt eine Vielzahl von Interventionen, um Dankbarkeit im Alltag zu unterstützen. Ein bekanntes Beispiel ist das „Dankbarkeits-Tagebuch“:

Dabei wird empfohlen, einmal pro Woche einen schriftlichen Wochenrückblick zu halten mit der Frage „Wofür bin ich in meinem Leben dankbar?“ Dabei zeigen sich häufig grundlegende Themen, für die man in seinem Leben dankbar ist. Man wird sich der guten Dinge in seinem Leben mehr und mehr bewusst, weiß sie zu schätzen und bringt seinen Dank auch zum Ausdruck.

Weniger dankbare Menschen hingegen nehmen die positiven Dinge vermindert wahr oder betrachten sie als selbstverständlich.

Insgesamt zeigt die Forschung, dass dankbare Menschen in Summe glücklicher, optimistischer, hilfsbereiter, einfühlsamer und religiöser bzw. spiritueller sind.

Also, worauf warten Sie?

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ (Francis Bacon).

 

Literatur:

  • Savoring: A New Model of Positive Experience. Fred B. Bryant, Joseph Veroff (2006);
  • Vom Glück, dankbar zu sein.: Eine Anleitung für den Alltag. Robert Emmons (2008);
  • Positive Psychologie: Ein Handbuch für die Praxis. Daniela Blickhan (2015).

 

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Foto: pixelio / S. Hofschlaeger

 

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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