Erfolge beginnen im Kopf

Kinder sind wahre Meister im „So tun als ob-Spiel“. Wie aus dem Nichts heraus werden Jungs zu Feuerwehrmännern, Rennfahrern oder Superhelden. Mädchen tun gerne so, als wären sie Prinzessinnen, Models oder Krankenschwestern. Dabei spielen Kinder die Erwachsenenwelt nicht einfach nur nach, sie gehen vollkommen in ihrer Rolle auf, sie sind Feuerwehrmänner und Krankenschwestern.

 

 

Foto: iStock

 

Meine Frage an Sie: Was haben Sie als Kind gespielt, so als wäre es Wirklichkeit? Welche Figuren haben Sie verkörpert und welche Rollen eingenommen? Welche Siege haben Sie errungen, welche Gegner besiegt und welchen Planeten erobert? Ist es nicht fantastisch, wie in den aktiven Träumen damals schier Unmögliches möglich wurde? Ganz selbstverständlich und leicht?„Im Spiel ist das Kind quasi einen Kopf größer als in Wirklichkeit“, fasste schon der russische Psychologe Lew Wygotski 1933 in seinem Aufsatz „Das Spiel und seine Bedeutung“ zusammen.
Je mehr die Kinder so tun als ob und je öfter sie dieses Spiel spielen, umso leichter fällt es ihnen später, sich erfolgreich zu denken und danach zu handeln. Wahre Siege beginnen im Kopf.

Das Ziel visualisieren
Das funktioniert auch heute noch. Vorausgesetzt wir lassen uns wieder auf dieses Spiel ein und üben. Nicht nur im Bereich des Sportcoachings ist Mentaltraining eines der wichtigsten Bausteine, auch im Persönlichkeitstraining spielt es eine große Rolle.
Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Coaching erinnern:
Es war ein wunderschöner Ferientag. Ich – sieben Jahre alt – lag auf meinem Handtuch und beobachtete, wie ein Junge zögernd und sehr, sehr vorsichtig über die Treppe ins Wasser watet. Er kann nicht schwimmen, dachte ich und wusste im selben Moment: Ich werde es ihm heute beibringen. Auch wenn ich es selbst erst seit ein paar Tagen kann. „Stell dich ins Wasser und tu mit den Armen so, als würdest du schwimmen“, sagte ich zu ihm. Ohne ihm körperliche Hilfestellung gegeben zu haben, ohne zu ihm ins Wasser gestiegen zu sein, hat der Junge Schwimmen gelernt.
Im mentalen Training lernt man negative Selbstgespräche durch positive zu ersetzen und sich ein Bild zu machen. Man sieht sich auf dem Stockerl und spürt ganz genau, wie gut sich das anfühlt. Das (Erfolgs-)Bild und das Gefühl führen zum Ziel.

Spielen Sie doch einfach öfter mal wieder „so als ob“!

Ihre Juliane Müller

Autor: Juliane Müller

Juliane Müller

Homepage: http://www.julianemueller.at

Telefon: +43-662-62583624

Weitere Infos siehe Juliane Müller

Keine weiteren Kommentare möglich.