Fragen Sie lösungsorientiert?!

Das wohl wichtigste Werkzeug für einen Coach sind Fragen. Doch auch für Führungskräfte sind Fragen ein wertvolles Instrumentarium – vorausgesetzt sie sind wirkungsvoll im Sinne der gewünschten Wirkung.

Merksatz: „Mehr fragen als sagen!“

Nicht von ungefähr heißt es ja: „Wer fragt, der führt!“.

Häufig stellen Führungskräfte jedoch in Gesprächen mit Mitarbeitern Fragen, die mit „Warum“ beginnen. Zum Beispiel: „Warum hat das nicht funktioniert?“, „Warum ist der Bericht nicht fertig?“ etc.

Diese Fragen sind nicht lösungs-, sondern problemorientiert: der Mitarbeiter wird in die Rechtfertigung gedrängt. Und: sie sind vergangenheits- und nicht zukunftsorientiert, weil sie etwas thematisieren, das je bereits geschehen und somit nicht mehr veränderbar ist.

Klar: als Führungskraft sollen Sie das Problem verstehen, aber Sie müssen nicht jedes Detail und nicht jede historische Entwicklung kennen. Schließlich sind Sie ja kein Problemarchäologe nach dem Motto: Du musst nur tief genug graben und mit etwas Glück findest du schon noch ein Problem …

Die „Warum“-Fragen sollten also vorwiegend Forschern und Kleinkindern vorbehalten bleiben!

„Wie?“ statt „Warum?“

Besser sind daher Fragen, die mit „Wie“ beginnen, z. B. „Wie könnten Sie beim nächsten Mal vorgehen, damit es funktioniert?“ oder „Wie könnten Sie sicherstellen, dass der Bericht in Zukunft pünktlich fertig wird?“

Die „Wie“-Fragen bewirken, dass der Mitarbeiter angeregt wird, selbst Lösungen zu entwickeln. Zudem ist das Gespräch zukunftsorientiert, da es um Themen geht, die in der Zukunft liegen und daher noch gestaltbar sind.

 

Bild: Mohamed Hassan auf pixabay

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

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