Führung hängt stark vom Organisationstyp ab

In einer Dienstleistungsorganisation zum Beispiel stehen persönliche Merkmale im Vordergrund wie Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit. Die Qualität der direkten Beziehung zwischen dem Dienstleistungsbetrieb und dem Kunden ist ein zentraler Faktor.
Zu den Aufgaben für die Führungskraft gehören die Entwicklung und Sicherung eines guten Betriebsklimas (da interne Konflikte und Spannungen sich unmittelbar auf die Kundenbeziehung auswirken), eine flexible Ressourcenplanung und -verwaltung, die Professionalisierung des einzelnen Mitarbeitenden (da sie/er die Organisation gegenüber den Kunden repräsentiert), und die Einführung und Sicherung von Kundenorientierung in allen Teilprozessen.

Der Zweck einer Produktorganisation ist die Produktion materieller Güter. Der Produktionsprozess läuft getrennt von den Kunden. Mensch – Maschinensysteme kennzeichnen die Organisation. Hohe Arbeitsteilung und hoch automatisierte Produktionsprozesse sind weitere Merkmale.
Daher ist die Herausforderung der Führungskräfte da die Sicherung und Weiterentwicklung der Kooperation zwischen den stark ausdifferenzierten internen Abteilungen und Arbeitsgruppen, das Herstellen eines Verständnisses und der Anschlussfähigkeit für die Gesamtorganisation und das Gesamtprodukt, die Beteiligung der Mitarbeiter bei der Arbeitsplanung, die Durchführung und Kontrolle, um Entfremdung und reiner Fremdkontrolle entgegenzuwirken und die Strukturierung von Aufgaben, dass sie ein sinnvolles Ganzes bilden.

In einer schöpferischen Organisation ist der Zweck ist das Produzieren von Ideen (Theorien, Konzepten, Technologien, Methoden usw.). Die professionelle Freiheit der Mitarbeiter ist ein wichtiges Gestaltungsprinzip. Eine starre Führungshierarchie verträgt sich nicht mit den Erfordernissen dieser Organisationsform (Kreativität, Originalität usw.). Eine Standardisierung der Arbeit ist nur teilweise möglich.
Aufgabe der Führungskräfte ist das Anbieten von vielfältigen Lern- und Reflexionsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden, die Vereinbarung klarer Rahmenbedingungen, die Entwicklung und Kontrolle gemeinsam vereinbarter Strategien und Ziele und die Entwicklung und Sicherung von flexiblen und transparenten Koordinationsstrukturen.

Daher gibt es nie das „theoretisch beste“ Führungsverhalten und auch nie das beste Führungstraining oder –Coaching.

Autor: Mag. Gerhard Ratz

Mag. Gerhard Ratz

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