Für Bildschirm- und Open-Office-Arbeitsplätze ein paar hilfreiche Gestaltungstipps

 

 

Aus einer aktuellen Ergonomie-Weiterbildung möchte ich Ihnen/Euch heute ein paar hilfreiche Tipps zur Einrichtung bzw. Gestaltung von Bildschirm- und Open-Office-Arbeitsplätzen weitergeben.

Als kleine Checkliste zum Prüfen, ob alles passt …

 

Bild: © Antonioguillem, Fotolia.com

Sessel und Tisch müssen zueinander passen

  • Beim Sessel sollen Höhe, Rückenlehne, Armstützen und Sitztiefe verstellbar sein.
  • Als Richtmaß für die Tischposition gilt, dass Tisch und Bildschirm so aufgestellt sind, dass das Licht von der Seite einfällt (Blickrichtung verläuft parallel zur Fensterfläche und Beleuchtung).
  • Als Richtgröße für die Tischhöhe gilt die Ellbogenhöhe (ohne die Schultern anzuheben) mit ausreichend freiem Platz unter dem Tisch als Bewegungsraum für die Beine.
  • Die handelsübliche Tischhöhe von 72 cm ist übrigens nur für 8 % der Menschen passend. Daher bei Neuanschaffungen bitte am besten nur mehr elektronisch verstellbare Tische kaufen! Ist der Tisch nur 1 x einstellbar, so sollte die Tischhöhe nach dem Größten orientiert sein und für die Kleineren eine Fußstützte angeschafft werden.
  • Wer Schwierigkeiten mit den Bandscheiben hat, kann sich bei der AUVA ein Messgerät für den Bandscheibendruck organisieren (bzw. dies messen lassen), um hier die Druckbelastungen aus ergonomischer Sicht so gering wie möglich halten zu können.

Bildschirm, Tastatur und Dokumente

  • Vielfach steht der Bildschirm zu hoch. Als Faustregel kann von der Bildschirmoberkante 1 Handbreit unter dem Auge genommen werden.
  • Die Sehdistanz zum Bildschirm sollte – abhängig von der Monitorgröße – 70 bis 100 cm betragen.
  • Bildschirm und Tastatur sind gerade in einer Linie vor der Person positioniert – mit 10 cm Abstand.
  • Die Tastatur sollte möglichst flach sein.
  • Bei häufiger Arbeit mit dem Laptop am Schreibtisch wird eine externe Tastatur und ein externer Bildschirm empfohlen.

Ganz wichtig für Open Office-Lösungen

  • Schaffen von Kommunikations- und Ruhezonen für die Pausen, sodass jedeR wählen kann, was er/sie gerade in dieser Pause braucht (Austausch oder Rückzug)
  • Besprechungsräume (Wahl zwischen Sitzgruppen und Besprechungs-Stehtischen)
  • Mietbare Ruhearbeitsplätze
  • Schallschluckende Elemente an den Wänden, Decken etc.
  • Eigene Technikzonen, die räumlich/schallmäßig von den Arbeitsräumen getrennt sind

So, das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Details, nach denen Sie auch Ihren eigenen Arbeitsbereich einmal überprüfen können, ob alles gut passt.

 

Autor: Mag. Elisabeth Stöllinger

Mag. Elisabeth Stöllinger

Homepage: http://www.stoellinger.at

Telefon: +43-676-4324899

Weitere Infos siehe Mag. Elisabeth Stöllinger

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