Glückskind oder Aschenputtel?

Chefinnen sind auf dem Vormarsch. 2016 wurde mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (37 Prozent) von einer Frau geleitet. Der Frauenanteil bei den Unternehmensgründungen lag bei 44 Prozent*. Regelmäßig begleite ich Frauen auf dem Weg in ihre Selbständigkeit. Dabei konnte ich in den Jahren vor allem drei Erfolgstypen ausmachen.

Das Glückskind ist und war schon immer strahlendes Vorbild für alle. Ihm gelingt fast alles. Geführt von seiner Vision folgt es freudig, beharrlich und konsequent selbstgesteckten Zielen. Dabei glaubt es an sich selbst und den Erfolg seines Tuns. Glückskinder können begeistern, sich selbst und andere. Dabei wirken sie nie künstlich aufgepeitscht. Ihr Handeln folgt einem roten Faden und führt Schritt für Schritt zum gewünschten Ergebnis. Rückschläge verarbeiten sie als Lernerfahrung. Und als Ansporn. Obwohl wagemutig und entscheidungsfreudig, verfügen Glückkinder gleichermaßen über Besonnenheit und Intuition. Das schützt sie vor allzu hohen Risiken.

Die Prinzessin ist eine etwas realitätsfremde Träumerin. Sie kann begeistern und mitreißen, ist emotional und impulsiv, neigt allerdings auch zur Selbstüberschätzung. Oft sprunghaft und launisch, wechselt sie zwischen Euphorie und Resignation, hüpft von Projekt zu Projekt. Nicht selten geht sie unüberlegt und naiv Risiken ein. Wie ein Spieler kann sie dabei als strahlende Siegerin dastehen. Oder alles verlieren. Strategie, Planung, Kontrolle? Alles Zeitverschwendung. Prinzessinnen sind kreativ. Sie handeln nach Gefühl, ignorieren Kritik. Sie können zwar große Sprünge nach vorne machen, sie können aber auch tief fallen.

Am meisten verbreitet ist das unerkannte Aschenputtel. Obwohl es richtig zupacken kann und schon so viel geleistet hat, ist es unsicher und hadert mit sich. Es verkauft sich unter Wert. Ergattert es einen Auftrag, ernten andere die Lorbeeren und Aschenputtel gibt sich demütig – der gute Zweck ist ihm Lohn genug. Entscheidungen fallen ihm schwer, Risiken erscheinen bedrohlich. Die Folge: andere entscheiden für Aschenputtel. Auf Menschen zuzugehen, sich zu verkaufen, ist nicht sein Ding. Dabei hätte es so viel zu geben. Wenn es Aschenputtel nur schaffen würde, sein Muster zu durchbrechen, es würde durch Kreativität, Bodenständigkeit, Konstanz brillieren!

Natürlich sind Menschen im wahren Leben selten so einseitig und extrem. Viel öfter als ein Entweder-oder gibt es ein Sowohl-als auch. Wenn Sie sich selbst – wenn auch nur ansatzweise – in der Prinzessin oder im Aschenputtel erkannt haben und mehr vom Glückskind haben wollen, stehen wir von Coaches.at Ihnen gerne zur Seite. Dabei wird sie das Strategieduo „Visionen und Ziele“ (Verlinken zum Blogbeitrag von Oktober 2016: Die Kraft von Zielen und Visionen) entscheidend weiterbringen. Wir freuen uns auf Sie!

PS: Das Angebot gilt natürlich auch für Männer.

  • Quelle WKO / Frau in der Wirtschaft
  • Foto iStock

Autor: Juliane Müller

Juliane Müller

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