Grippaler Infekt – krank zur Arbeit oder ausheilen?

Erkältungskrankheiten haben derzeit wieder Hochkonjunktur.

Sich trotz Krankheit in die Arbeit zu schleppen, ist nicht wirklich eine gute Entscheidung.

Es stellt sich die Frage, warum sich Mitarbeiter*innen und Führungskräfte das antun?

Meist aus einem übertriebenen Verantwortungsbewusstsein und einer falsch verstandenen Loyalität bzw. Kollegialität heraus; als konkrete Begründungen werden gerne angeführt: der Termin ist unbedingt einzuhalten, das Projekt-Paper muss abgegeben werden, der Arbeitsberg wird zu hoch u. ä.

Dieser Präsentismus (= der wissenschaftliche Terminus dafür, wenn man krank zur Arbeit geht) hat etwas mit Selbstausbeutung zu tun und führt nicht wirklich zum Erfolg, sondern bringt nicht unwesentliche Gefahren mit sich:

  • Man ist weniger leistungsfähig
  • Höhere Fehleranfälligkeit sowie höheres Risiko für Arbeitsunfälle  
  • Dazu riskiert man die Gesundheit der Kolleg*innen

Studien zufolge gehen etwa 40 % krank in die Arbeit – manchmal sogar gegen den ärztlichen Rat. Es gibt Belege dafür, dass der Präsentismus gravierende Folgen nach sich ziehen kann, zum Beispiel:

  • späteres längeres krankheitsbedingtes Fernbleiben
  • die Gefahr chronischer Krankheiten steigt
  • das Risiko einer Langzeit-Arbeitsunfähigkeit steigt

Was ist die besser Alternative zum Präsentismus? …

… eine intakte Teamkultur mit einem kollegialen Arbeitsklima und einer guten (= effizienten und effektiven) Arbeitsorganisation, die es allen Mitarbeiter*innen und Führungskräften ermöglicht, die Krankheit ohne Sorgen auszukurieren und dann wieder gesund an den Arbeitsplatz zurückzukehren.

Je besser die Arbeitsbedingungen in einem Team organisiert und abgesprochen sind, desto seltener tritt in der Praxis dieses falsche Pflichtgefühl auf:

  • Die tägliche Arbeitslast im Team fair und „realistisch“ verteilen
  • In sehr stressigen Zeiten gemeinsam die Prioritäten immer wieder neu festsetzen und koordinieren
  • Eine funktionierende Vertretungsregelung
  • Die gegenseitige aktive Unterstützung im Team als gelebter Wert im Arbeitsalltag. Das heißt auch, dass der/die Einzelne rechtzeitig die eigenen Grenzen aufzeigt (Achtung auf Wollen –Können –Dürfen!).

Alle vier Coaches von coaches.at stehen Ihnen als Ansprechpartner für eine gesunde und effiziente Teamkultur zur Verfügung!

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Autor: Mag. Elisabeth Stöllinger

Mag. Elisabeth Stöllinger

Homepage: http://www.stoellinger.at

Telefon: +43-676-4324899

Weitere Infos siehe Mag. Elisabeth Stöllinger

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