Karriere um jeden Preis? Nein danke!

Der Personalvermittler Manpower http://manpowergroup.com befragte kürzlich insgesamt 19.000 „Millennials“ aus 25 Ländern (Millenials oder Generation Y: Jahrgang 1981 – 1996).

Ergebnis: dieser Generation ist vor allem der Erwerb und die Entwicklung von Fähigkeiten wichtiger als das Erreichen einer hohen Management-Position, für die man sich vielleicht über lange Zeit verbiegen muss.

Die eigenen Skills (vor allem im Bereich Technologie und Kommunikation) werden als Garant für Jobsicherheit betrachtet. Mehr als 75 % würden den Job wechseln, wenn dieser mehr Entwicklungsmöglichkeiten verspricht. Wesentlich weniger (44 %) widmen sich einer Managementkarriere, wobei deutlich mehr Männer als Frauen an einer Managementposition interessiert sind.

Wenn es um die Entwicklung von Generation-Y-Mitarbeitern geht, so empfiehlt die Studie den Unternehmen, ihre junge Belegschaft durch Abwechslung, Mobilität und Flexibilität bei Laune zu halten. Regelmäßige Karrieregespräche mit den Mitarbeitern und Offenheit für neue Arbeitszeitmodelle – Stichwort: Work-Life-Balance – seien wichtige Ingredienzien für eine langfristige Bindung der jungen Generation ans Unternehmen.

Aus meiner Sicht haben viele Unternehmen den Ernst der Lage noch nicht erkannt oder sind in Verzug, wenn es um das Ableiten geeigneter Maßnahmen geht. Die Loyalität zum Arbeitgeber ist im Vergleich zu früheren Generationen deutlich gesunken. Und: die junge Belegschaft sitzt am längeren Ast: in Anbetracht der demografischen Entwicklung wird der „War of Talents“ künftig eine entscheidende Rolle bei der Rekrutierung spielen. Neue Ideen und Flexibilität sind gefragt!

 

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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