Kennen oder können?

Manchmal kommt es vor, dass Teilnehmende gegen Ende eines Seminars oder eines Lehrganges so etwas sagen wie: „Vieles habe ich schon gekannt.“

Was kann eine solche Aussage bedeuten:

  • Dass es langweilig war?
  • Dass es eine hilfreiche Wiederholung war?
  • Dass es eine Bestätigung war?
  • Dass es verschwendete Zeit war?
  • Dass ausschließlich Neues einen Nutzen bringt?

Wie auch immer diese Botschaft gemeint ist: das Entscheidende ist doch, was die Teilnehmenden für ihre tägliche Praxis anwenden können – und wollen.

Natürlich ist es dabei die Verantwortung des Trainers, die Inhalte praxisgerecht und mit den geeigneten Methoden zu vermitteln.

Allerdings wird dabei oft die Eigenverantwortung der Teilnehmenden unterschätzt. Es greift nämlich zu kurz, wenn der Erfolg einer Seminar-Veranstaltung ausschließlich daran gemessen wird, ob etwas Neues dabei war. Das alleine sagt doch gar nichts darüber aus, ob und was die Teilnehmenden umsetzen – egal ob neu oder schon bekannt. Anders ausgedrückt: Raus aus der Komfortzone …

Etwas zu kennen ist das eine – es auch anwenden zu können ist der entscheidende Faktor. Und diese Verantwortung kann den Teilnehmenden niemand abnehmen.

 

Foto: Pixelio / Tim Reckmann

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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