Konfliktlösung: (Auch) eine Frage des Könnens und Wollens

Konflikte können immer dort entstehen wo:
– Menschen aufeinandertreffen.
– es um Ansichten, Meinungen, Werte, Prinzipien gegenüber Tatsachen, Menschen, Situationen und  Gegebenheiten geht.
– Gefühle und Emotionen wirken.

Wenn wir in diesem Newsletter von Konflikt beziehungsweise Spaltung reden, meinen wir keine Pleiten oder Pannen.
Viele wundern sich oft über die vermeintlichen Kleinigkeiten, aus denen Konflikte entstehen können. Aber auch sie bergen Zündstoff. Manche Konflikte sind leicht durchschaubar, andere scheinen verstrickt und verworren. Konflikte belasten die Betroffenen schwer und beeinflussen ganze Abteilungen. Oft überschreiten sie sogar ungeniert die Schnittstellen zwischen einzelnen Bereichen und breiten sich aufs komplette Unternehmen aus. Und im schlimmsten Fall entscheidet ein Konflikt über Bestehen oder nicht Bestehen am Markt. Ein Konflikt, der zu lange ignoriert wird, kann ganze Firmen in den Abgrund reißen.

Darum zahlt es sich aus, Konflikte ernst zu nehmen.
Grundsätzlich lässt sich sagen: Wer lernt, emotional angemessen mit Konflikten umzugehen, dem fällt es leichter, sich auf Lösungsprozesse einzulassen.

Ein Konflikt birgt nämlich immer auch enorme Chancen:
– Er kann bewirken hinzuschauen, Ordnung zu schaffen und Klarheit zu erzeugen.
– Er zeigt Unterschiede und Reibungsmomente auf und schafft gleichzeitig Gemeinsamkeiten, denn das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile. Ein Konflikt kann helfen die klaren Linien und Allgemeininteressen herauszustellen.
– Er kann positive Veränderungen auslösen und so eine belastbare Zukunftsbasis und neue Perspektiven schaffen.

Voraussetzung für diese Entwicklung ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, dass sie sich dem Konflikt stellen können und wollen.

Ein möglicher Konfliktlösungs-Leitfaden kann so ausschauen:
1. Sich der Tatsache stellen und akzeptieren, dass es um einen Konflikt geht und nicht um eine Panne.
2. Annahmen und Tatsachen herausfinden und voneinander trennen.
3. Sollbruchstellen erkennen (siehe Hauptbeitrag).
4. Herausfinden, wer alles an dem Konflikt beteiligt ist?
5. Durch professionelle Einzelgespräche den Druck herausnehmen.
6. Einbildungen beseitigen.
7. Sich die Frage stellen, ob die Konfliktlösungs-Bereitschaft der Beteiligten ausreicht oder
8. ob in der Organisation, am System, im Ablauf etwas geändert werden muss?
9. Bereit sein für Konsequenzen, zugunsten des großen Ganzen.
10. Sich einen Berater, eine neutrale und fähige Person, holen, bevor die Situation eskaliert.

Für die erfolgsversprechende Zukunft gilt es:
11. ein offenes und ehrliches Miteinander zu installieren,
12. Fairness und Einordnungskompetenz zu schaffen und
13. den Workflow zu sichern

Autor: Juliane Müller

Juliane Müller

Homepage: http://www.julianemueller.at

Telefon: +43-662-62583624

Weitere Infos siehe Juliane Müller

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