Mit dem Fokus auf Stärken zur positiven Fehlerkultur

In unserem 4. Newsletter, der Anfang Oktober 2019 erscheint, wird es um die positive Fehlerkultur gehen. Dazu möchte ich heute ein Element herausgreifen: den Vorteil einer gelebten Stärkenorientierung für die positive Fehlerkultur.

Sie kennen wahrscheinlich das Bonmot (ich glaube, es kommt aus dem Schwäbischen) „Net gschimpft is globt gnua!“, das mit der einseitigen Orientierung an negativer Kritik einhergeht.

Wenn die negative Kritik dann auch noch sehr destruktiven Charakter hat, d. h., dass nur an dem herumgenörgelt wird, was nicht passt, alte Fehler immer wieder aufgewärmt werden und wenn es sein muss, der/die Andere so richtig „heruntergeputzt“ wird, dann ist es klar, dass Fehler so gut und so lange es geht verschleiert werden. Die Angst, vor anderen bloßgestellt zu werden oder vor negativen Sanktionen bewirkt, dass man auf keinen Fall auffallen will, auch nicht mit guten Ideen. – Soweit die negative Spirale.

Dank der Positiven Psychologie und vieler lösungsorientierter Modelle, z. B. dem Reteaming(R), wird in den Organisationen und Unternehmen die positive Spirale in der Feedback- und Fehlerkultur immer mehr gelebt:

  • Die Führungskraft unterstützt ihre Mitarbeiter*innen aktiv dabei, ihre Stärken zu erkennen und ermöglicht ihnen Aufgaben, bei denen sie ihre Stärken auch ausleben können.
  • Können Mitarbeiter*innen ihre Stärken in ihrer Arbeit einsetzen und sich als erfolgreich erleben, so kann bei aufgetretenen Fehlern selbstbewusst hingeschaut werden; das Vertuschen wird als sinnlos erachtet, dies würde nur die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten nehmen.
  • Erreichtes wird von der Führung und im Team sichtbar gemacht.
  • Erfolge werden bewusst aufgezeigt und gemeinsam „gefeiert“.
  • Treten trotz aller Exzellenz Fehler auf, so hilft die gemeinsame sachliche Analyse. Für den Fortschritt und die Weiterentwicklung werden bei den Lernpunkten Sach- von Entwicklungszielen unterschieden.
  • Ist die so genannte Null-Fehler-Toleranz eine notwendige Leitlinie, wird die Sinnhaftigkeit von Fehlerlosigkeit immer wieder gemeinsam zum Thema gemacht.
  • Arbeiten Teams an mehreren Projekten parallel, folgt ein Projekt auf das andere, helfen einerseits Teilziele; andererseits werden bewusste Abschlusshandlungen bei der Fertigstellung von Projekten gesetzt, um dem auf die Dauer sehr negativen Gefühl, nie fertig zu werden, zu entgehen.
  • Und natürlich gibt es noch weitere Positiva mehr für die Spirale nach oben!

Bild: Copyright by JiSign, Fotolia.com

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Autor: Mag. Elisabeth Stöllinger

Mag. Elisabeth Stöllinger

Homepage: http://www.stoellinger.at

Telefon: +43-676-4324899

Weitere Infos siehe Mag. Elisabeth Stöllinger

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