Modelle des Neuroleadership

Das SCARF-Modell nach David Rock (aus einem Vortrag von Dr. Franz Hütter)

Das SCARF-Modell ist ein Führungsmodell, das durch die Erkenntnisse des Neuroleadership geprägt ist. Ziel ist es, Führungskräften Handlungsleitlinien an die Hand zu geben, durch die sie das Motivationssystem von Mitarbeitern ansprechen und das Abwehrsystem möglichst wenig aktivieren sollen. Dazu gehören folgende fünf Grundbegriffe (-werte):

Status:
Der subjektiv empfundene Wert der eigenen Person im Vergleich zu anderen und in Bezug auf die Gruppe.

Certainty:
Gültige Vorhersagen über die Erfolgsaussichten oder Gefahren möglicher Handlungen.

Autonomy:
Einstellung der engmaschigen Kontrollen von Arbeitsschritten und Arbeitsergebnissen der Mitarbeiter.

Relatedness:
Soziale Isolation und der Verlust von Zugehörigkeit werden im Gehirn teilweise schmerzanalog verarbeitet.

Fairness:
Die evolutionsbiologisch tief in unseren Gehirnen verankerten Mechanismen zur Sicherung von gruppenkonstituierenden Regeln, die für das Überleben der Art vorteilhaft waren.

Durch Beratung zu einem Verhalten, das erwünschte Reaktionen (Motivation) maximiert und unerwünschte Reaktionen (Abwehr) minimiert, sollen Führungserfolge gesteigert werden.

Jedoch:
Wie viele Führungskräfte nehmen es sich vor, ihren Mitarbeitern mehr Autonomie zuzugestehen, um sie zu einer selbstständigeren Arbeitsweise anzuregen?

Wie viele scheitern in der Praxis am Rückfall in alte Muster, an der Furcht vor Fehlern oder dem eigenen Bedeutungsverlust etc.?

Wie viele ernst gemeinte Versuche, Mitarbeitern mehr Freiraum und Verantwortung zu geben, scheitern daran, dass diese sich in der ungewohnten Freiheit unbehaglich fühlen?

Weitere Modelle folgen.

Autor: Mag. Gerhard Ratz

Mag. Gerhard Ratz

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Telefon: +43-664-3455701

Weitere Infos siehe Gerhard Ratz

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