Nutzen Sie die Zeit

Plötzlich steht das Land still. Geschäfte und Restaurants sind zu, Hotels geschlossen, Universitäten und Schulen verwaist. Es ist ruhig geworden. Das viel verhasste Hamsterrad dreht sich nicht mehr. Der Alltag lässt uns gemeinhin keine Zeit zum Durchschnaufen. Kreativität bleibt oft auf der Strecke, neue Konzepte werden aus Zeitmangel nicht weiterverfolgt, genauso wenig wie der seit langem gehegte Wunsch, sich ganz anders aufzustellen. Deswegen nutzen Sie doch diese Ausnahmesituation für sich.

Natürlich ist es schwer, sich von dem unsicheren Gefühl, dass derzeit wohl jeder kennt, nicht vereinnahmen und lähmen zu lassen, nicht in den Sog der Panik zu geraten. Es ist gut, wenn Betriebe auf Homeoffice umstellen können. Es erübrigt sich aber, wenn Aufträge wegbrechen, wenn Arbeitsplätze plötzlich gefährdet sind, wenn die Existenz in Gefahr scheint. Die derzeitige Situation führt uns deutlich vor Augen, dass es einen Anspruch auf Sicherheit nicht gibt. Sie kann sich von einem Moment auf den nächsten auflösen. Sicherheit ist eine Illusion. Gut dran ist, wer Unsicherheit aushält und erkennt, dass sie das wohl größte Abenteuer des Lebens ist – und viele Möglichkeiten eröffnet.

Einfach mal stillstehen
Wenn sich ein Wirbelsturm schnell genug dreht, wenn sich wie im Moment Zahlen und Meldungen und Anordnungen und Nachrichten überschlagen, kann sich in seinem Inneren ein sogenanntes Auge bilden. Das ist eine annähernd windstille Zone, mitten im Chaos. Wer mich kennt und meine Blogs liest, hat schon öfter vom „Punkt der Stille“ gehört. In ihm steckt eine unglaubliche Qualität. Es ist eine Art Null-Punkt, der uns erlaubt, anzuhalten und tatsächlich mal im Jetzt zu sein. Weil gerade keiner da ist, der permanente Leistung von uns verlangt. Manchmal bringt das Leben unausweichliche Situationen und durchkreuzt damit alle Pläne und jede Routine. Das macht einen erstmal wütend, das macht Angst, vielleicht fühlt man sich hilflos oder deprimiert. Wer es aber schafft, diesen Null-Punkt auszuhalten und anzunehmen, wer ihm positiv begegnet und neugierig ist, wem es gelingt in dieser unverhofften Ruhe endlich in sich hineinzuspüren, für den können sich ganz neue Türen auftun.

Wer fragt, ändert die Perspektive
Vielleicht werden wir in den nächsten Wochen noch mehr Zeit und Gelegenheiten dazu haben. Nutzen Sie sie, um Ihre Gedanken bewusst anders zu lenken, bevor sie Ihnen später wieder davongaloppieren. Stellen Sie sich jetzt neu auf und machen Sie sich bereit, für das was danach kommt.

Ich habe ein paar Vorschläge für Sie, fragen Sie sich doch mal:
Wie erlebe ich gerade den Wirbelsturm? Wenn es etwas allgemein Gutes an der Situation gibt, was ist das? Und was ist für mich ganz persönlich daran gut? Und was noch? Und was noch?
Wem könnte ich jetzt helfen, wem bin ich von Nutzen und in welcher Form? Was ist mit meinen Werten, haben sie Bestand? Welche kann ich getrost loslassen und welche können hinzukommen? Welche sind mir in der Zukunft besonders wichtig? Woran erkenne ich, dass ich sie lebe?

Sie werden merken, wer hierzu Antworten sucht und findet, den beschäftigt die Angst gar nicht mehr. Und wenn die Angst keine Beachtung bekommt, zieht sie sich zurück. Wir von coaches.at freuen uns, wenn wir Sie auf diesem Weg begleiten dürfen.

Herzlich, Ihre Juliane Müller

Foto pixabay

Autor: Juliane Müller

Juliane Müller

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