Reden wir wieder mehr miteinander!

Ein Büroangestellter erhält im Durchschnitt pro Jahr rund 2.000 unnötige E-Mails von Kollegen, weil viele ein lästiges Telefonat oder Gespräch umgehen wollen. Das ergab eine Analyse von Sennheiser Communications unter 2.000 britischen Büromitarbeitern.

Unter diese unnötigen E-Mails fallen z.B. Mitteilungen zur Betriebsküche genauso wie Spendenaufrufe, eingeparkte Autos oder Massen-Weihnachtsgrüße. Über die Hälfte gab an, dass sie sich wünschen, lieber häufiger angerufen zu werden. Ebenso viele nervt es, wenn der Sitznachbar Mails schreibt anstatt das direkte Gespräch zu suchen. Und fast 40 Prozent ist es schon passiert, dass sie Sätze ungeschickt formulierten und so total falsch verstanden wurden. Die Empfänger fühlten sich beschimpft oder mit Sarkasmus konfrontiert.

Und dabei sind hier noch gar nicht die vielen „Cc-E-Mails“ inkludiert, über die kürzlich ein Coaching-Kunde meinte, „Cc-ismus“ sei die neue Krankheit …

Seien wir mal ehrlich: so praktisch E-Mails grundsätzlich auch sind: wer fühlt sich nicht auch oft davon genervt? Nicht zufällig beginnen einige Organisationen bereits, einen E-Mail-freien Tag einzuführen!

Wie immer können wir ja mal bei uns selbst beginnen und uns Fragen stellen wie z. B.: In welchen Situationen wäre ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch wirkungsvoller als ein E-Mail? Wen kann ich das nächste Mal bei Cc weglassen? Was könnte ich dazu beitragen, dass in meiner Organisation der „E-Mail-Knigge“ erarbeitet oder eingehalten wird?

Dieses Thema lässt sich unter der Überschrift „Selbstmanagement“ auch sehr gut in einem Coaching behandeln!

Bild: Iwona Golczyk / Pixelio

 

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

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