Wann soll man in einen Konflikt eingreifen?

Als Führungskraft stellt man sich oft die Frage, wenn ein Konflikt im eigenen Bereich oder Team auftritt: „Soll ich mich da einbringen oder ist es besser, noch etwas zuzuwarten? Vielleicht löst sich der Konflikt von selbst.“

Friedrich Glasl, einer der bekanntesten Konfliktforscher, gibt da ein klare Antwort mit seinem Modell der Eskalationsstufen. Er erwähnt 9 Stufen:

1.  Verhärtung
2.  Polarisation und Debatte
3.  Taten statt Worte
4.  Sorge um Image und Koalition
5.  Gesichtsverlust
6.  Drohstrategien
7.  Begrenzte Vernichtungsschläge
8.  Zersplitterung
9.  Gemeinsam in den Abgrund

Mit den Methoden eines/r Konfliktmoderators/-in, die jede Führungskraft leicht erlernen kann, sollte man nicht unbedingt in der ersten Stufe, auf jeden Fall in Stufe 2 oder 3 auf den eskalierenden Konflikt reagieren und auf eine Lösung drängen.
Ab der vierten Stufe wird es immer schwieriger und vor allem auch zeitaufwändiger, zu einer für alle Betroffenen guten und stimmigen Lösung zu kommen.
Zu oft geht Porzellan kaputt, das nicht mehr zu kleben ist, oder verliert jemand sein Gesicht. Auch das ist meist nicht mehr rückgängig zu machen.

Autor: Mag. Gerhard Ratz

Mag. Gerhard Ratz

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