Was macht uns glücklich?

Glücklich sein beschäftigt uns. Jeder will es. Aber was macht eigentlich glücklich? Geld und Besitz? Gesundheit? Wissen oder Zeit? Liegt einem Glück in den Genen oder kann man es lernen? Die „Wissenschaft vom Glück“ hat sich weltweit längst als interdisziplinäre und interkulturelle Forschungsdisziplin etabliert. Es gibt zigtausende Studien die sich mit Glück befassen und viele Experten, die ihm auf der Spur sind.

Für den Weltglücksbericht ermitteln Wissenschaftler beispielsweise jedes Jahr im Auftrag der Vereinten Nationen die Zufriedenheit der Menschen auf der ganzen Welt. Fast immer sind es die Skandinavier, die ganz oben stehen. Erst vor ein paar Tagen wurde der aktuelle Spitzenreiter bekanntgegeben, diesmal sahnten die Finnen ab, gefolgt von Norwegen und Dänemark. Es sollen vor allem Faktoren wie Einkommen, sozialer Zusammenhalt, Gesundheit und Freiheit sein, die Glück ausmachen.

Die Kölner Professorin Maike Luhmann redet statt von Glück von „subjektivem Wohlbefinden“ und das sei vererbbar. Herausgefunden hat Luhmann das anhand von Zwillingsstudien. Demzufolge zeigten eineiige Zwillinge, die getrennt und unterschiedlich voneinander aufwuchsen, trotzdem dieselbe Lebenszufriedenheit. Auch Wissenschaftler von Universitäten in Großbritannien, den USA und der Schweiz haben in einer Untersuchung herausgefunden, dass ungefähr ein Drittel der Unterschiede im Glücksempfinden vererbt wird.

US-Forscher wollen sogar die eine Formel für Glück und ein erfülltes Leben gefunden haben, die auf alle Menschen zutrifft. Dafür befragten Experten der Harvard Universität in der „Grant-Study“ 268 Uni-Absolventen aus den Jahrgängen 1939-1944 und in der „Glueck Study“ 456 Männer, die alle als Kinder in den ärmeren Vierteln von Boston aufgewachsen waren, über 75 Jahre hinweg, was für sie Glück bedeutet. Eine weitere, neue Studie mit rund 2000 Kindern der Probanden, läuft noch an. Was ist die Quintessens der Glückseligkeit? Es sind die guten und echten Beziehungen mit anderen Menschen. Sie sind das wichtigste Glücksmittel, so die Studie. Außerdem zeigte sich, dass die Teilnehmer, die im Alter von 50 Jahren von glücklichen Bindungen berichteten, im Alter von 80 Jahren auch am gesündesten waren. Reich zu sein, sei übrigens kein Garant für Glück. Geld könne zwar Freude bereiten, doch an Reichtum gewöhne man sich auch schnell. Kritiker werfen den beiden Langzeitstudien allerdings vor, dass ausschließlich Männer und keine Frauen befragt wurden.

Auf die Frage was man tun soll, wenn es einem wirklich schlecht geht und man unglücklich ist soll Professor Martin Seligman, Gründervater der Positiven Psychologie, gesagt haben: Geh nach draußen und hilf einem Fremden. Es gibt nichts, was zum eigenen Glück so sehr beiträgt, wie andere glücklich zu machen.

Wir von coaches.at begleiten Sie gerne auf Ihrem Glücksweg und zur glücklichen, privaten oder beruflichen Beziehung.

Foto pixabay
Quellen: dpa, RP, www.berliner-zeitung.de/25952408 ©2018, www.adultdevelopmentstudy.org/datacollection, www.emotion.de/psychologie-partnerschaft/persoenlichkeit/ist-glueck-genetisch-bedingt, www.stern.de/gesundheit/psychologin–diese-dinge-sorgen-fuer-glueck-und-zufriedenheit-im-leben-7271328.html

Autor: Juliane Müller

Juliane Müller

Homepage: http://www.julianemueller.at

Telefon: +43-662-62583624

Weitere Infos siehe Juliane Müller

Keine weiteren Kommentare möglich.