Was Mitarbeiter im Job glücklich macht

Der Personaldienstleister Robert Half (www.roberthalf.at) hat in einer aktuellen Studie 23.000 Angestellte in acht Ländern über deren Wohlbefinden im Job befragt.

Auf einer Glücks-Skala von null bis 100 erreichen die meisten Mitarbeiter immerhin einen Wert von 70. Allerdings gilt das nicht für alle: ein Drittel plant in nächster Zeit einen Jobwechsel. Im Vergleich der Jobpositionen zeigt sich, dass leitende Angestellte am glücklichsten in ihrem Job sind.

Jeder Mitarbeiter hat andere Ziele, Wünsche und Bedürfnisse. Dennoch liefert die Studie klare Hinweise auf insgesamt sechs Faktoren, die die Mitarbeiterzufriedenheit direkt beeinflussen:

  • Der richtige Job: Wenn es gelingt, die eigenen Stärken zu entfalten, wird der Job als erfüllend erlebt.

Fragen für die Führungskraft:

Kenne ich die Stärken meiner Mitarbeiter? Wie ließen sich die individuellen Stärken und Fähigkeiten noch besser zur Entfaltung bringen?

  • Verantwortung: Nur knapp die Hälfte der Befragten gibt an, sie könne Einfluss in der Arbeit ausüben.

Fragen für die Führungskraft:

Wieviel Gestaltungsspielraum haben meine Mitarbeiter? Wo könnte ich noch Entscheidungsbefugnisse übergeben (loslassen)? Was hindert mich daran, noch mehr zu delegieren?

  • Wertschätzung: Ehrliche Anerkennung für erbrachte Leistungen erzeugt anhaltende Glücksgefühle.

Fragen für die Führungskraft:

Wie oft erhalten meine Mitarbeiter Anerkennung und konstruktives Feedback? Wie signalisiere ich meinen Mitarbeitern, dass sie mir wichtig sind? Oder führe ich nach dem Motto: „Nichts gesagt ist genug gelobt“?

  • Sinn vermitteln: Mitarbeiter, die ihre Arbeit als sinnstiftend erleben, sind glücklicher. Mitarbeiter, die sogar stolz auf ihr Unternehmen sind, arbeiten mit einer 2,8 mal höheren Wahrscheinlichkeit glücklicher.

Fragen für die Führungskraft:

Was tue ich, um meinen Mitarbeitern immer wieder den Sinn und Wert ihrer Arbeit vor Augen zu führen? Was trage ich dazu bei, dass Mitarbeiter stolz auf ihr Unternehmen sind? (Oder was trage ich dazu bei, dass sie es nicht sind?)

  • Fairness und Respekt: Insgesamt ist das der zweitwichtigste Glückstreiber am Arbeitsplatz, für Frauen sogar der wichtigste. Nur sieben Prozent der Mitarbeiter, die Fairness und Respekt erleben, haben vor, das Unternehmen in nächster Zeit zu verlassen.

Fragen für die Führungskraft:

Wie erleben meine Mitarbeiter durch mich Fairness und Respekt im Alltag? (Konkrete Beispiele?). Welchen Wunsch hätten meine Mitarbeiter diesbezüglich an mich (Vermutung)?

  • Positives Arbeitsklima: Gute Beziehungen am Arbeitsplatz sorgen für bessere Zusammenarbeit, mehr Innovation und mehr Spaß.

Fragen für die Führungskraft:

Was ist mein Beitrag zu einem positiven Arbeitsklima? Wie gehe ich mit auftretenden Spannungen und Konflikten um? Welche Vorbildwirkung habe ich?

 

Die genannten Kriterien bieten also jede Menge Ansatzpunkte, wie Führungskräfte die Mitarbeiterzufriedenheit positiv beeinflussen können. Der Coach Ihres Vertrauens unterstützt Sie gerne dabei.

 

Foto: twinlili / pixelio.de

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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