Wertschätzung als Teil der Fürsorgepflicht der Führung

Ich kann Sie gut verstehen, wenn Sie das Wort „Wertschätzung“ schon gar nicht mehr hören bzw. lesen wollen, zu inflationär und zu oft missbräuchlich wird es verwendet.

Und doch: ohne Wertschätzung und Respekt geht es im täglichen Miteinander nicht!

Meist sind es die kleinen Signale und Selbstverständlichkeiten der Wertschätzung, die es in Summe ausmachen, dass man mit jemandem gerne zusammenarbeitet und gerne für ein Unternehmen tätig ist. Meine Beobachtung ist, dass diese in der operativen Hektik und dem permanenten Arbeitsdruck vielfach zum Opfer fallen.

Wo fängt Wertschätzung an – was ist die Basis?

Das Hinschauen/Wahrnehmen auf  der einen und das Gesehen-Werden auf der anderen Seite der Medaille. Die Führungskraft soll z. B. den besonderen Einsatz, den fordernden Kunden doch noch zufriedengestellt zu haben oder den Abschluss des so heiklen Projektes „sehen“. Auf der Sorgen-Seite darf das vom MA als unbewältigbar anmutende Problem oder die Unfairness im Team nicht übersehen werden.

Ein weitverbreitetes Missverständnis liegt auch darin, dass Wertschätzung mit ständigem Nett-Sein verwechselt wird.

Natürlich sind freundliche Umgangsformen hilfreich für das gute Miteinander. Es ist jedoch nicht ständiges Feelgood angesagt; es kommen halt auch Leistungsabfall, unfaire Aufgabenverteilung, abwertendes Verhalten, „Negativ-Tests“ neuer MA  etc. vor. Es ist ein Zeichen von Wertschätzung, derartiges zu bemerken und zeitnah passend anzusprechen. Sachlich notwendige Kritik gibt dem/der Mitarbeiter*in die Chance zur Korrektur, zur Leistungsverbesserung und sich dafür zu entscheiden, ein kollegialer Teil des Teams zu sein.

Wertschätzung zeigt sich in einer guten Feedback-Balance.

Positive Rückmeldungen und sachliche Kritik halten sich auf mittel- bis langfristiger Sicht die Waage in der Form, dass die positiven Rückmeldungen bei weitem überwiegen und dann, wenn erforderlich sachliche Kritik unter 4 Augen klar angesprochen wird.

Wirksam Führen und Fürsorge für eine positive Teamkultur – das ist gelebte Wertschätzung  im Führungsalltag. Das korreliert auch in hohem Maße mit Produktivität, Motivation … – und ist der beste Puffer gegen Burnout!

Alle vier Coaches von coaches.at sind Expert*innen in Sachen Wertschätzung in der Führungs- und Teamkultur und stehen Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bild: copyright by contrastwerkstatt, Fotolia.com

Autor: Mag. Elisabeth Stöllinger

Mag. Elisabeth Stöllinger

Homepage: http://www.stoellinger.at

Telefon: +43-676-4324899

Weitere Infos siehe Mag. Elisabeth Stöllinger

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