Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren?

Diese Frage ist immer noch ein Klassiker, zumindest in Führungsseminaren, aber auch im Coaching.

Im Führungsalltag wird ja häufig die These vertreten, dass Demotivation  von der mangelnden Einstellung des Mitarbeiters kommt. Solange Motivation derart personifiziert wird, stützt sich das Denksystem „Wir brauchen nur an der Einstellung der Mitarbeiter etwas verändern, dann kehrt wieder Motivation ein.“ So als ob der Mitarbeiter mehr könnte, wenn er nur wollte oder nur den passenden Anreiz hätte.

Mittlerweile sollte es sich doch schon herumgesprochen haben, dass fördernde und hindernde Rahmenbedingungen einen großen Einfluss auf die Motivationslage haben. Doch solange die Motivation ausschließlich personifiziert wird, werden die bestehenden Strukturen und Rahmenbedingungen bestätigt, anstatt sie zu hinterfragen.

Und die bessere Frage lautet ohnehin: „Wie schaffe ich es, Demotivation zu vermeiden?“

Stellen Sie sich doch mal – einfach so – die (paradoxe) Frage: Wie kann ich es als Führungskraft mit Sicherheit schaffen, meine Mitarbeiter zu demotivieren? Und jetzt machen Sie ein Brainstorming mit sich selbst. Wahrscheinlich werden Ihnen Antworten einfallen wie z. B.: Druck erhöhen, unzureichend informieren, nur negatives Feedback geben, unklare Anweisungen geben, ungerecht sein etc.

So, und wenn Sie jetzt mal ganz ehrlich sind zu sich selbst: Welche dieser demotivierenden Verhaltensweisen zeigen Sie selbst denn hin und wieder in Ansätzen (nur mal angenommen): sehen Sie, und schon sind Sie dem Rätsel auf der Spur …

Aus meiner Erfahrung ergeben sich im Coaching in diesem Feld fast immer neue Handlungsspielräume für die Führungskraft!

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Autor: Alfred Freudenthaler, MSc

Alfred Freudenthaler, MSc

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