Wie Wissensmanagement gelingen kann

Unser letzter Newsletter hat sich mit dem Thema Wissensmanagement beschäftigt.
Einen wichtigen Aspekt möchte ich heute noch ergänzen: Die handelnden Personen und deren Rollen, Aufgaben und Kompetenzen.

 

 

 

 

 

Die Geschäftsführung:
Sie legt strategisch fest, in welcher Form Wissensmanagement im Unternehmen implementiert wird und bei welchen Schlüsselpositionen/-personen der Wissenstransfer wichtig und vordringlich ist. Sie definiert Rahmen und kontrolliert die Umsetzung.

Die direkte Führungskraft:
Sie legt die Wissensgeber im eigenen Bereich fest und definiert den Umsetzungsplan. Sie braucht ein Gespür für die Auswahl der Interviewer und Wissensbotschafter. Sie bestimmt, wo und in welcher Form das transferierte (Erfahrungs-)Wissen dokumentiert wird.

Die Personalabteilung (Personalentwicklung):
Sie unterstützt mit Methoden (Dokumenten, Formularen) und organisiert im Bedarfsfall Interviewer. Sie Informiert und schult alle Betroffenen.

Die Wissensgeber:
Bevor sie ausscheiden (Pension, Karenz, Kündigung), übergeben sie ihr Wissen (hier ist es neben dem Fachwissen vor allem das Erfahrungswissen) an die Wissensnehmer (die neuen Mitarbeiter). Sind diese noch nicht in der Abteilung, wird das Wissen beim Wissensbotschafter „zwischengeparkt“. Die Wissensgeber sollten „ihr“ Wissen in den Dienst des Unternehmens stellen und nicht (vielleicht aus gekränktem Stolz) blockieren.

Die Wissensnehmer:
Sie haben die Herausforderung, sich viel Wissen in kurzer Zeit anzueignen und zu verdauen. Dazu ist es wichtig, konzentriert (in geeigneten Portionen) aufzunehmen, das Wichtigste für später zu dokumentieren und viel nachzufragen. Darüberhinaus zeigen sie den Wissensgebern ihre Wertschätzung für das zur Verfügung gestellte Wissen.

Die Wissensbotschafter:
Sie haben eine sehr spannende Aufgabe. Sie übernehmen ein Wissen interimistisch, das sie vielleicht selbst nie brauchen, aber auf jeden Fall möglichst umfangreich weitergeben sollen. Dabei kennen sie die zukünftigen Wissensnehmer noch nicht. Sie brauchen auf jeden Fall viel Einfühlungsvermögen für die Situationen der Wissensgeber und -nehmer.

Die Interviewer:
Ihnen kommt eine der wichtigsten Rollen zu. Ausgestattet mit Empathie, der Fähigkeit zu strukturieren, perfekten Fragetechniken, dem Gespür für Wichtiges begleiten sie den Transferprozess. Sie sorgen dafür, dass alles Wichtige übergeben und gespeichert wird und verzetteln sich nicht. Sie sorgen für Wertschätzung und positive Stimmung.

Die Auswahl der wichtigsten handelnden Personen und deren Kompetenzentwicklung macht letztendlich den Erfolg eines Wissensmanagement-Projekt aus.

Autor: Mag. Gerhard Ratz

Mag. Gerhard Ratz

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